JOACHIM KRÓL "DER ERSTE MENSCH" - NACH ALBERT CAMUS im Staatsschauspiel Dresden

verfasst am Dienstag, 03. Dezember 2019

Schon zum zweiten Mal besucht Joachim Król mit dem Orchestre du Soleil Sachsen und nimmt uns mit in die Geschichte eines Jungen, der aus kleinen Verhältnissen stammt und später Nobelpreisträger werden sollte.

Datum: 08.01.2020, 20:00 Uhr

Die Schule ein Ort, der einem den Blick auf das Leben öffnet? Ein junger Schüler, für den das Lernen ein wildes Abenteuer ist, bei dem ihm täglich neue Welten erschlossen werden? Der kleine Albert Camus hat das so erlebt. Moderne Bildungspolitiker und Pädagogen müssen sich irritiert die Augen reiben, wenn sie seine Geschichte hören. In einem sensationellen erzählerischen Parforceritt entführt Joachim Król sein Publikum in dieser emotionalen Theaterproduktion als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut, Lebensfreude und „natürlicher Schönheit.“ Die Musik des „Orchestre du Soleil“ liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück über das „Abenteuer Bildung“, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird.
Es ist die Kindheits-Geschichte des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. In dessen autobiographischen Roman DER ERSTE MENSCH begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld.
Er lässt seine Kindheit Revue passieren, beschreibt – so humorvoll wie berührend und in einer Sprache von poetischer Schönheit – die freie Schwerelosigkeit am Strand, in der Sonne, im Meer. Er erinnert sich an die Rebhuhn-Jagd in der Wüste, zu der er mit seinem Onkel oft am frühen Morgen aufbricht – und vor allem: an das Abenteuer Schule, das ihm eine völlig neue Welt eröffnet. Er erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschul-Lehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort, „geworfen in eine unbekannte Welt“, der „unschuldigen Welt entrissen“, begreift er, „dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.“

www.sagas.de

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BMBF Ausstellung in Riesa

verfasst am Mittwoch, 27. November 2019

Die Info-Ausstellung des BMBF macht für einen Monat Station in der Stadtbibliothek Riesa, Am Poppitzer Platz 3.
Am Dienstag, den 03.12., wird sie von der Geschäftsführerin der Bibliothek und koalpha gemeinschaftlich eröffnet. Es erwarten Sie Informationen rund um das Thema geringe Literalität in Deutschland und Sachsen.

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Aktionstag Alphabetisierung und Grundbildung in der Hillerschen Villa Zittau

verfasst am Dienstag, 12. November 2019

Die Hillersche Villa in Zittau lädt alle Interessierten ein, das Projekt "Beratungsstelle Alphabetisierung" und die Menschen dahinter kennenzulernen.

Programm:

Begrüßung und Vorstellung mit Fr. Löbel - koalpha

Film “Wie buchstabiert man Liebe?” und Video

Gesprächsrunde mit Teilnehmern des Alphabetisierungskurses des IB Löbau


Aktionen:
Theater-Wort-Spiel, Kräuterwerkstatt, Upcyling-Werkstatt, Information + individuelle Beratung, Kräuterbuffet, Kaffee & Kuchen

https://www.hillerschevilla.de/cms/de/139/VERANSTALTUNGSKALENDER

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Der 15. November ist bundesweiter Vorlesetag

verfasst am Mittwoch, 23. Oktober 2019

Gemeinsam lesen in Sachsen

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz sagte am 10. September, als der OECD Bildungsbericht 2019 erschien: "Dass in Deutschland das Lesen von Büchern bei Erwachsenen in allen Bildungsbereichen sowie für Männer und Frauen – unabhängig vom Alter - jeweils über dem OECD-Durchschnitt liegt, freut mich ganz persönlich. Jedoch ist das Lesen von Büchern zurückgehend und Multitasking sowie das Nutzen von Instant Messaging ansteigend – gerade bei geringer Gebildeten. Gegen diesen Trend müssen wir weiter anarbeiten, auch über die Schule hinaus." (Die Pressemitteilung der KMK zum Bildungsbericht finden Sie hier.)

Tatsächlich zeigt die Vorlesestudie 2018, dass 78 Prozent der Kinder, denen rgelmäßig vorgelesen wird, das Lesenlernen leichter fällt. Dafür genügen bereits 15 Minuten am Tag. Einen sehr schönen Anlass, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen und vorzulesen oder selbst einer Geschichte zu lauschen ist der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen, der Zeitung Die Zeit und der Deutschen Bahn. Auf der Homepage zum Vorlesetag finden Sie neben Materialien und Infos rund um den Vorlesetag Orte, an denen vorgelesen wird und Orte, an denen noch Vorleser·innen gesucht werden. So nehmen zum Beispiel die Stadtbibliothek Großröhrsdorf und das Museum der Westlausitz Kamenz teil.

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Pressemitteilung zum 1. Sächsischen Lernertag

verfasst am Donnerstag, 26. September 2019

Mehr als 150 Männer und Frauen aus Sachsen und Thüringen werden am Montag, dem 30. September in das Haus an der Kreuzkirche in Dresden zum 1. Sächsischen Lernertag kommen.

Es sind Erwachsene, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Sie lernen in Lese- und Schreibkursen oder treffen sich regelmäßig in Selbsthilfegruppen. Die Koordinierungsstelle Alphabetisierung Sachsen koalpha hat die Veranstaltung organisiert und dazu eingeladen.

Der Lernertag soll den Austausch der Kursteilnehmer fördern und neuen Mut zum Lernen machen. Dazu wird es bei einer Rallye durch die Dresdner Altstadt Gelegenheit geben.

Der Freistaat Sachsen fördert seit Jahren Lernangebote für diese Menschen mit Mitteln des ESF.

Die im Mai veröffentlichte Studie LEO 2018 spricht von 12,1 % der Deutsch sprechenden Erwachsenen, die trotz Schulbesuch nur auf niedrigem Kompetenzniveau lesen und schreiben können. In einer Welt, in der Schriftsprache eine große Rolle spielt, bedeutet das große Probleme im Alltag. Ob das zu führende Protokoll im Beruf, die Information über das Tagesgeschehen oder die Nutzung des Internets, überall können sich Hürden auftun.

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